Steuerberater & Export

DATEV-Export: Buchungen und Belege an den Steuerberater übergeben

Aktualisiert am 18.06.2026 · 7 Min. Lesezeit

Die meisten Steuerberater in Deutschland arbeiten mit DATEV. Wenn du deine Buchungen und Belege im passenden Format lieferst, spart das deinem Steuerberater Zeit – und dir bares Geld. Dieser Ratgeber erklärt, was beim DATEV-Export übergeben wird, welches Format gebraucht wird und wie die Zusammenarbeit reibungslos läuft.

Was ist DATEV überhaupt?

DATEV ist ein Software- und Rechenzentrumsdienstleister, dessen Programme von einem Großteil der Steuerberater und Kanzleien genutzt werden. Statt dem Steuerberater einen Schuhkarton mit Belegen zu geben, übergibst du deine Daten strukturiert in einem Format, das seine Software direkt einlesen kann.

Warum ein DATEV-Export sinnvoll ist

  • Weniger Kanzleikosten: Der Steuerberater muss nichts abtippen – das senkt den Aufwand und damit oft die Rechnung.
  • Weniger Fehler: Kein manuelles Übertragen bedeutet weniger Tippfehler.
  • Schnellere Abschlüsse: Saubere Daten beschleunigen EÜR, USt und Jahresabschluss.
  • Klare Aufgabenteilung: Du erfasst laufend, der Steuerberater prüft und bucht final.

Was wird beim DATEV-Export übergeben?

Ein vollständiger Export besteht in der Regel aus zwei Teilen:

  1. Buchungsstapel: die eigentlichen Buchungssätze (Datum, Betrag, Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel, Buchungstext) – meist als CSV-Datei im DATEV-Format (oft „EXTF").
  2. Belegbilder: die zugehörigen Rechnungen und Belege als PDF/Bild, damit jede Buchung nachvollziehbar ist.

Gut zu wissen: Neben DATEV unterstützen viele Programme auch ein Lexware-kompatibles Format. Frag deinen Steuerberater, welches Format und welche Kontenrahmen (z. B. SKR03 oder SKR04) er bevorzugt.

So läuft der Export Schritt für Schritt

  1. Belege erfassen: Rechnungen hochladen und per OCR auslesen lassen.
  2. Kategorisieren: Jeder Buchung das richtige Konto bzw. die richtige Kategorie zuordnen.
  3. Zeitraum wählen: z. B. Monat oder Quartal.
  4. Export erzeugen: Buchungsstapel + Belegbilder als Datei(en) generieren.
  5. Übergeben: Datei an den Steuerberater senden oder in „DATEV Unternehmen online" bereitstellen.

Häufige Stolpersteine

  • Falscher Kontenrahmen: SKR03 und SKR04 nicht verwechseln – vorher abstimmen.
  • Fehlende Belege: Zu jeder Buchung gehört ein Beleg. Wie du sie GoBD-konform ablegst, zeigt der Ratgeber Belege digitalisieren.
  • Uneinheitliche Kategorien: Saubere, konsistente Zuordnung erspart Rückfragen.

DATEV-Export auf Knopfdruck

BelegMatch Pro ist genau auf diese Übergabe ausgelegt: Du erfasst Belege per OCR, gleichst sie mit deinen Banktransaktionen ab und exportierst Buchungen samt Belegbildern im DATEV- bzw. Lexware-Format – fertig für deinen Steuerberater. So bleibt die laufende Arbeit bei dir einfach, und die Kanzlei bekommt saubere Daten. Die Grundlage dafür ist eine ordentliche EÜR-Struktur über das ganze Jahr.

Häufige Fragen

Was ist ein DATEV-Export?
Ein DATEV-Export ist eine strukturierte Datei mit deinen Buchungssätzen (und meist den zugehörigen Belegbildern), die der Steuerberater direkt in seine DATEV-Software einlesen kann – ohne manuelles Abtippen.
Welches Format braucht mein Steuerberater?
In der Regel das DATEV-Format (häufig als EXTF-CSV) plus Belegbilder als PDF. Viele Tools bieten auch einen Lexware-Export. Stimme Format und Kontenrahmen (SKR03 oder SKR04) vorab mit der Kanzlei ab.
Spare ich mit dem DATEV-Export Kosten?
Häufig ja. Da der Steuerberater die Daten nicht mehr manuell erfassen muss, sinkt der Aufwand in der Kanzlei – das kann die Rechnung spürbar reduzieren.
Was ist DATEV Unternehmen online?
Das ist eine DATEV-Plattform, über die Mandanten Belege und Buchungsdaten digital bereitstellen und mit ihrer Kanzlei austauschen. Exporte lassen sich dort hochladen.
Brauche ich für den DATEV-Export einen Steuerberater?
Den Export selbst kannst du eigenständig erzeugen. Sinnvoll ist er aber vor allem in der Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, der die Daten final prüft und verbucht.

Hinweis: Dieser Ratgeber bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Für deinen konkreten Fall wende dich bitte an einen Steuerberater oder das Finanzamt.